Eine einst herrschaftliche Villa im Herzen von Kansas City wurde umgestaltet in ein Verwaltungsgebäude. Ein ehemaliges Familienzimmer im Erdgeschoß wird nun, ausgestattet mit schweren Eichenmöbeln, als Konferenzsaal genutzt. Der Raum besteht aus zwei fast identischen Teilen, die durch Flügeltüren zugänglich sind.
Einen dieser Zugänge habe ich für die Dauer der Installation verschlossen.
Du hörst eine Stimme – die Stimme einer Frau.
Sie erzählt von einem Ereignis: ruhig und langsam, aber zunehmend verstörter.
Der Mund zu dieser Stimme ist auf einem Monitor, der sich neben einer um einen Spalt geöffneten Türe befindet.
Du willst die Türe öffnen, doch aufgestapelte Möbel versperren den Weg. Die Türe muß vor dem weiteren Eintritt erst wieder verschlossen werden.
In der Mitte des vorderen Raumes stehend vernimmst Du einen leichten Duft -
es könnten die Spuren eines Parfüms sein.
Der hintere Teil des Raumes ist unzugänglich - behutsam zusammengeknüpfte Stoffbahnen schaffen eine fast unsichtbare Trennwand.
Dieser Schleier taucht den dort stehenden Stuhl vor dem geöffneten Fenster in ein fahles Licht. Der Raum wirkt wie ein verblichenes Foto aus lang vergangenen Tagen.
Die Stimme der Frau klingt noch schwach von außen. Die Worte verschwimmen zu einem gleichmäßigen Auf und Ab.
In diese Worte bist Du eingedrungen.
If the day never ends to whom then do I tell good-bye?
Die folgenden Texte sind begleitend zur Rauminstallation entstanden:
Sitting in the window
Every day
Watching people walk by
There is nothing
But the room
And me
In a solitary dance
Misplaced in time
Furniture is heavy People are busy
Walking around in big steps
A scent
A chair
A voice
still remain
Every day
Watching people walk by
There is nothing
But the room
And me
In a solitary dance
Misplaced in time
Furniture is heavy People are busy
Walking around in big steps
A scent
A chair
A voice
still remain
Absence defines solitude, it is the evidence of the void that
makes us realize that we are alone. Through the senses our memory
draws images from our mind, which triggers an emotional response.
For example a smell activates the olfactory memory in our brain,
which reminds us of a situation we experienced in the past. If
it reminds us of a person we loved, it triggers the feeling of
loss, because we are aware of the loved ones absence.
